Letzte Woche wurde die Büchse der Pandora durch Brad Sams geöffnet. In einem Podcast kündigte der Betreiber von petri.com (zusammen mit Paul Thurrott betreibt er diese Seite) neue Xbox-Hardware an.
Das war der Startschuss dafür, dass Seiten wie Polygon, Kotaku ihre eigenen Infos veröffentlichen.
Grundlage dieser Infos ist angeblich eine Info-veranstaltung seitens Microsoft, in dem die wichtigsten Unternehmen der Branche über die Pläne informiert werden sollten.
6 Terraflop Leistung soll die neue Wundermaschine, Codename Scorpio, erbringen. Damit würde sie um 50% leistungsfähiger sein als die bisher bekannten Zahlen für die PS4k.
Doch warum das Ganze?
Zunächst einmal steht natürlich mit der PS4k eine neue Bedrohung ins Haus. Sony verbesserte PS4 wird die Kluft in den Referenztiteln vergrößern, zudem wird sie vollkommen auf VR ausgerichtet sein.
Microsoft selbst hat über Phil Spencer vor über einem Jahr verlauten lassen, dass man kein großes Interesse an der Brille habe, die den Spieler in das Spielerlebnis katapultieren solle. Sony hingegen hat ein eigenes Produkt entwickelt. Microsoft reagierte mit der Ankündigung einer Partnerschaft mit der Firma Oculus bekannt. Das Streamen von Spielen in einem virtuellen Playroom wurde vorgestellt, aber für die vollständige Immersion gilt die Xbox One als zu leistungsschwach.
Und in diese Situation platzt nun die Scorpio, die so manche Lücken schließen würde. Die Konsole wäre demnach leistungsstärker als das Pendant von Sony und könnte Oculus Rift und eventuell auch HTC Vive komplett unterstützen. Für das Vive gibt es aber noch keinen Deal.
Die Veröffentlichung des neuen Produktes könnte während der E3 in zwei Wochen erfolgen, hier sind aber berechtigte Zweifel angebracht. Die Show ist bisher eher den Spielen gewidmet, Hardware war höchstens wie bei Kinect ein Zusatzprodukt.
Eine solche Neuerung würde viel Zeit der 90 Minuten in Anspruch nehmen, wenn es Microsoft damit wirklichernst meint und den Markt aufmischen will und zugleich sein Spieleprogramm präsentieren will.
Dazu werden auch ein neuer Controller und die Slim-Variante der Xbox One präsentiert.
Ins Bild passt, dass Microsoft gestern eine Reduzierung der Preise der Xbox One auf 299,- € bekannt gegeben hat. Dies war bisher immer eine sicheres Zeichen einer Hardware-Revision. Ein Slim-Modell wird somit ganz sicher kommen.
Welche Auswirkungen wird Scorpio haben?
Scorpio, zu deutsch Skorpion, ist als Tier relativ aggressiv. Mit seinem Giftstachel versteht es sich auf die Verteidigung., seine Scheren setzt er erfolgreich zur Jagd ein. Hank Scorpio dürfte der einzige Bösewicht sein, den es bisher gelang, James Bond/t zu fangen und zu töten.
Steht der Skorpion also für eine neue Ausrichtung bei Microsoft?
Xbox als ein Service wird immer mehr der Fokus der künftigen Aktionen von Microsoft sein. Auch auf dem Win10-PC werden zukünftig deutlich mehr soziale Komponenten als auch Spiele aus dem Xbox-Universum verortet werden, die Grenzen werden schwinden.
Scorpio könnte ein Aushängeschild für die zukünftige Ausrichtung Microsofts sein. Zum einem das Basismodell, die Xbox One Slim, zum anderen das Luxusmodell Scorpio.
Es ist ga nicht so abwegig, dass ähnlich wie beim erfolgreichen Surface, Microsoft eine Nische besetzen will und diese dann für Drittanbieter eröffnet. Es gibt mittlerweile unzählige PC-Modell, die das Surface-Prinzip verfolgen. Eine große Anzahl davon wird mit Windows 10 betrieben.
Hier hat also die Zielsetzung Microsofts funktioniert.
An dieser Stelle ist es einfach zu früh, auszuschließen, dass Microsoft einen ähnlichen Weg mit der Xbox einschlagen könnte. Die SteamBox, die Valve hat produzieren lassen, war ein Flop, denn das Marketing und die Vorgaben waren zu schwammig.
Solche Fehler dürften Microsoft nicht passieren.
Aber wir kennen den Giganten aus Redmond, Fehlschläge wie Windows Phone pflastern den Weg.
Die Öffnung von Windows Holographic heute für alle gängigen VR-Sets als Betriebssystem uterstreicht den Anspruch Microsofts, das Feld der VR und AR zu beherrschen.
Wird Scorpio ein Erfolg?
Das wird schwer zu beantworten sein. Vor allem in Europa und Asien müsste Microsoft deutlich mehr investieren, um das Image zu verbessern. Das Schließen von Lionhead und PressPlay haben aber deutlich gemacht, dass bei Phil Spencer und Co Europa und asien keine wichtige Rolle spielen. Microsoft wird wie gewohnt um den heimischen Markt kämpfen, Europa/Asien hingegen wird sicherlich ein Stiefkind bleiben.
Bleibt zu hoffen, dass Scorpio wirklich weltweit startet und nicht wie die One erst nach fast einem Jahr in den Niederlanden veröffentlicht wird.
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Mittwoch, 1. Juni 2016
Montag, 21. März 2016
Xbox Umfrage: 10% des Einkaufspreises bei Rückkauf digitaler Spiele
Microsoft hat immer mal wieder Umfragen bei ausgewählten Spielern durchgeführt. Dieses Mal drehte es sich dabei um digtiale Spiele. Würden Nutzer diese an Microsoft zurückverkaufen, wenn sie dafür 10% des Einkaufspreises erstattet bekämen?
Eine sehr herausfordernde und auch gute Idee. Über die 10 Prozent lässt sich sicherlich streiten, aber die Idee, diese Möglichkeit überhaupt anzubieten, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, um digitale Spiele attraktiver zu gestalten.
Zehn prozent Rückerstattung erscheint natürlich auf dem ersten Blick sehr wenig, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Microsoft eine Aktiengesellschaft ist und da eine Verantwortung den Aktionären gegenüber besteht. Der Rückkauf einer Lizenz bietet keinerlei Vorteile für Microsoft, zumindest nicht in kurzfristigen kategoreien. Einen "gebrauchten" Wiederverkauf wird es nicht geben.
Das ist einer der wichtigsten Unterschiede zu Anbietern wie Gamestop, die aber auch nicht gerade Mondpreise bezahlen.
Die Möglichkeit, Lizenzen zurückzuverkaufen, wäre ein großer Fortschritt für die Nutzer. und zehn Prozent sind besser als nichts. Und durchaus im angemessenen Rahmen.
Eine sehr herausfordernde und auch gute Idee. Über die 10 Prozent lässt sich sicherlich streiten, aber die Idee, diese Möglichkeit überhaupt anzubieten, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, um digitale Spiele attraktiver zu gestalten.
Zehn prozent Rückerstattung erscheint natürlich auf dem ersten Blick sehr wenig, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Microsoft eine Aktiengesellschaft ist und da eine Verantwortung den Aktionären gegenüber besteht. Der Rückkauf einer Lizenz bietet keinerlei Vorteile für Microsoft, zumindest nicht in kurzfristigen kategoreien. Einen "gebrauchten" Wiederverkauf wird es nicht geben.
Das ist einer der wichtigsten Unterschiede zu Anbietern wie Gamestop, die aber auch nicht gerade Mondpreise bezahlen.
Die Möglichkeit, Lizenzen zurückzuverkaufen, wäre ein großer Fortschritt für die Nutzer. und zehn Prozent sind besser als nichts. Und durchaus im angemessenen Rahmen.
Sonntag, 11. Oktober 2015
Kommentar: Die Zukunft der Xbox
Während der brasilianischen Game-Ausstellung hat sich Phil Spencer zahlreichen Interviews gestellt und interessante Aussagen getroffen.
So glaube er nicht mehr, dass die Xbox One die PlayStation 4 über Verkaufszahlen weltweit noch gefährden könne. Dies sei auch nicht mehr das wichtigste Ziel von Microsoft, vielmehr wolle man verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und die Xbox als Plattform stärken.
Weiterhin will Spencer die Abwärtskompatibilität auch auf die Spiele der Original-Xbox ausweiten. Schon zur Gamescom hatte Phil gesagt, dass er sich wünsche, dass die aktuelle Xbox-Plattform alle bisherigen Titel abspielen könne, "wie ein PC".
Aber auch zum Thema PC hatte Phil einiges zu sagen. Die 360-Spiele möchte der Xbox-Boss auch auf den PC bringen, natürlich dann auch die Games der OG Xbox. Dazu sollen zukünftig weitere Xbox-Titel auf dem PC landen.
PC und Xbox als Plattform, das scheint der zukünftige Weg von Microsoft sein.
Wie könnte sich das auf die Xbox auswirken. Der neue Microsoft-Boss Satayah Nadella sieht Microsoft vorrangig als Dienstleister, die Qualitäten von Microsoft sieht er als Service, gepaart mit der Herstellung hochwertiger eigener Hardware und technischer Innovation wie HoloLens.
Wir haben unter Windows 10 bereits die Xbox-App, die eine leichte Verschmelzung von PC und Xbox bildet, diverse Spiele wie Killer Instinkt werden unter Windows 10 auch den PC erreichen.
Wird die Xbox zum Service? Was kommt nach der Xbox One?
Einer der größten Konkurrenten im Spielebereich ist Valve, das mit Steam den Platzhirsch unter den Software-Plattformen beheimatet. Valve hat sich dazu entschlossen, mit seiner Plattform auch in die Wohnzimmer einzudringen und hat als Konzept ein eigenes Betriebssystem entwickelt und verteilt den Namen Steam-Box an Dritthersteller.
Schauen wir auf die aktuelle Strategie von Microsoft, so wird rund um Windows 10 solche Hardware entwickelt, die die Vorzüge des Betriebssystems zeigt. Surface Book, Surface Pro, Lumia usw. sind die Hardware, die Microsoft als Leitidee für andere Unternehmen anfertigt und den Endkunden zur Verfügung stellt.
Wäre es also undenkbar, dass Microsoft dieses Konzept auch ähnlich wie Valve auf die Xbox ausweiten will?
Microsoft entwickelt dann anders als Valve eine Leitkonsole und lässt andere Hersteller unter der Lizenz von Microsoft eigene Konsolen produzieren. Diese sind dann aber deutlich näher am klassischen PC. Spiele gibt es für diese Xboxen allerdings nicht durch Steam, sondern es können nur Spiele aus dem Microsoft eigenen Store geladen werden, alle Hersteller könnten aber durch Abwärtskompatibilität auf ein großes Arsenal an Spielen verweisen.
Also vergleichbar mit den Smartphone-Märkten bei Android und eben Windows Mobile. Viele Hersteller produzieren Telefone mit diesem Betriebssystem, Google und Microsoft lassen eigene Geräte herstellen oder machen es gar selbst, entwickeln die Betriebssysteme weiter und dazu auch die Hardware. Im Bereich Smartphone und PC ist die Weiterentwicklung bekanntlich rasant, aber das dürfte für Konsolen schwer nachvollziehbar sein. Ein etwas ausgedehnterer Rhythmus könnte aber aus Sicht von Microsoft Sinn ergeben. Sanftere Generationenwechsel, Ausdehnung der Marke Xbox durch produktive Ideen anderer Unternehmen, stärkere Konsolen für jene, die immer an der Spitze stehen wollen. Eine gewisse Sicherheit für Entwickler, dass Spiele auf einem gewissen Standard immer verwendet werden können.
Natürlich werden Entwickler Schwierigkeiten sehen, die richtige Hardware zu treffen. Denn was nützt das beste Spiel, wenn es nur für einen Bruchteil der Spieler interessant wäre. Das Argument, dass es bei Android auch funktioniert, muss allerdings über den deutlich geringeren Entwicklungszyklus abgewiesen werden. Das valide Argument scheint aber zu sein, dass es beim PC aber auch funktioniert. Und der PC scheint das Vorbild für die zukünftige Entwicklung zu sein.
Neue Designs, ein rascherer Produktionszyklus, keine Generationensprünge mehr, sondern Konsolen in einem ähnlichen Zyklus wie Smartphone und natürlich PCs.
Allerdings würde diese Idee noch Jahre bis zur Marktreife benötigen, erst mit der Einführung der nächsten Generation könnte sie aktuell werden. Oder ein Hirngespinst vom Verfasser bleiben.
So glaube er nicht mehr, dass die Xbox One die PlayStation 4 über Verkaufszahlen weltweit noch gefährden könne. Dies sei auch nicht mehr das wichtigste Ziel von Microsoft, vielmehr wolle man verlorenes Vertrauen zurückgewinnen und die Xbox als Plattform stärken.
Weiterhin will Spencer die Abwärtskompatibilität auch auf die Spiele der Original-Xbox ausweiten. Schon zur Gamescom hatte Phil gesagt, dass er sich wünsche, dass die aktuelle Xbox-Plattform alle bisherigen Titel abspielen könne, "wie ein PC".
Aber auch zum Thema PC hatte Phil einiges zu sagen. Die 360-Spiele möchte der Xbox-Boss auch auf den PC bringen, natürlich dann auch die Games der OG Xbox. Dazu sollen zukünftig weitere Xbox-Titel auf dem PC landen.
PC und Xbox als Plattform, das scheint der zukünftige Weg von Microsoft sein.
Wie könnte sich das auf die Xbox auswirken. Der neue Microsoft-Boss Satayah Nadella sieht Microsoft vorrangig als Dienstleister, die Qualitäten von Microsoft sieht er als Service, gepaart mit der Herstellung hochwertiger eigener Hardware und technischer Innovation wie HoloLens.
Wir haben unter Windows 10 bereits die Xbox-App, die eine leichte Verschmelzung von PC und Xbox bildet, diverse Spiele wie Killer Instinkt werden unter Windows 10 auch den PC erreichen.
Wird die Xbox zum Service? Was kommt nach der Xbox One?
Einer der größten Konkurrenten im Spielebereich ist Valve, das mit Steam den Platzhirsch unter den Software-Plattformen beheimatet. Valve hat sich dazu entschlossen, mit seiner Plattform auch in die Wohnzimmer einzudringen und hat als Konzept ein eigenes Betriebssystem entwickelt und verteilt den Namen Steam-Box an Dritthersteller.
Schauen wir auf die aktuelle Strategie von Microsoft, so wird rund um Windows 10 solche Hardware entwickelt, die die Vorzüge des Betriebssystems zeigt. Surface Book, Surface Pro, Lumia usw. sind die Hardware, die Microsoft als Leitidee für andere Unternehmen anfertigt und den Endkunden zur Verfügung stellt.
Wäre es also undenkbar, dass Microsoft dieses Konzept auch ähnlich wie Valve auf die Xbox ausweiten will?
Microsoft entwickelt dann anders als Valve eine Leitkonsole und lässt andere Hersteller unter der Lizenz von Microsoft eigene Konsolen produzieren. Diese sind dann aber deutlich näher am klassischen PC. Spiele gibt es für diese Xboxen allerdings nicht durch Steam, sondern es können nur Spiele aus dem Microsoft eigenen Store geladen werden, alle Hersteller könnten aber durch Abwärtskompatibilität auf ein großes Arsenal an Spielen verweisen.
Also vergleichbar mit den Smartphone-Märkten bei Android und eben Windows Mobile. Viele Hersteller produzieren Telefone mit diesem Betriebssystem, Google und Microsoft lassen eigene Geräte herstellen oder machen es gar selbst, entwickeln die Betriebssysteme weiter und dazu auch die Hardware. Im Bereich Smartphone und PC ist die Weiterentwicklung bekanntlich rasant, aber das dürfte für Konsolen schwer nachvollziehbar sein. Ein etwas ausgedehnterer Rhythmus könnte aber aus Sicht von Microsoft Sinn ergeben. Sanftere Generationenwechsel, Ausdehnung der Marke Xbox durch produktive Ideen anderer Unternehmen, stärkere Konsolen für jene, die immer an der Spitze stehen wollen. Eine gewisse Sicherheit für Entwickler, dass Spiele auf einem gewissen Standard immer verwendet werden können.
Natürlich werden Entwickler Schwierigkeiten sehen, die richtige Hardware zu treffen. Denn was nützt das beste Spiel, wenn es nur für einen Bruchteil der Spieler interessant wäre. Das Argument, dass es bei Android auch funktioniert, muss allerdings über den deutlich geringeren Entwicklungszyklus abgewiesen werden. Das valide Argument scheint aber zu sein, dass es beim PC aber auch funktioniert. Und der PC scheint das Vorbild für die zukünftige Entwicklung zu sein.
Neue Designs, ein rascherer Produktionszyklus, keine Generationensprünge mehr, sondern Konsolen in einem ähnlichen Zyklus wie Smartphone und natürlich PCs.
Allerdings würde diese Idee noch Jahre bis zur Marktreife benötigen, erst mit der Einführung der nächsten Generation könnte sie aktuell werden. Oder ein Hirngespinst vom Verfasser bleiben.
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