Freitag, 15. Mai 2015

Lifeless Planet: ein Testbericht


Lifeless Planet heißt eines der neuen ID@Xbox-Spiele, die diese Woche auf der One erschienen.

Zu Beginn des Spiels stürzt unser Protagonist mit einer Raumkapsel auf einem fremden Planeten ab, der für die Menschheit urbar gemacht werden soll. Denn die Scans ergaben, dass es Leben auf diesem Planeten gebe. Und gesunde Luft.

Der Absturz war hart, unser Astronaut hat mindestens eine Gehirnerschütterung davon getragen und wacht völlig allein in der Raumkapsel auf. Seine Mitastronauten haben ihn zurückgelassen.

Zu seiner Verwunderung ist der Planet aber alles andere als lebendig, sondern eine riesige Wüste und Einöde. Wir orientieren uns an den Spuren unserer Kollegen und begeben uns auf die Suche nach unserer Kollegen.

Versorgunspunkte füllen unsere Tanks mit Sauerstoff und Schubkraft für unsere Sprungdüsen. So bewaffnet überqueren wir einige Hindernisse und müssen sehr schnell erkennen, dass dieser Planet nicht immer unbewohnt war.

Denn sehr früh stoßen wir auf eine verlassene Stadt und Spuren einer vorherigen Anwesenheit von Menschen. Die Sowjets waren bereits auf diesem Planeten. Sie kamen über ein geheimes Portal, doch nun ist keiner mehr übrig? Was ist geschehen? Wo sind die anderen Astronauten? Und wie kommen wir wieder nach Hause?

Dies sind die Leitfragen der folgenden rund 6 Stunden.

Das Spiel selbst lebt von seiner gelungenen Atmosphäre der Einsamkeit auf einem lebensfeindlichen Planeten. Zu Fuß müssen wir weite Strecken zurücklegen, Sprungpassagen überstehen und kleinere Rätsel lösen. Das Spiel ist langsam. Es verlangt vom Spieler, sich auf die Gegebenheiten komplett einzulassen und geht hierbei auch keine Kompromisse ein. Man muss es aushalten können, dass die Wege lang werden können, aber genau das dient vortrefflich dazu, das Gefühl der bedrohlichen Fremde und Einsamkeit zu vermitteln.

Grafisch ist es keine besondere Schönheit, aber auf jeden Fall ausreichend.

Gestartet ist Lifeless Planet als Kickstarter-Produkt, 8.500 $ wollte Entwickler David Board generieren, über 17.000 $ kamen schließlich zusammen. Fast allein hat er diese kleine Perle programmiert und die Umsetzung au die Xbox One ist sehr gelungen.

Wer sich von einer fremden Welt und dem Gefühl der Einsamkeit fesseln lassen will, ist hier hervorragend aufgehoben. Leider schafft es das Spiel nicht immer, einen hohen Standard zu halten, aber für den Preis von 19,99 € (Gold-Mitglieder zahlen derzeit 15,99 €) ist es eine empfehlenswerte Investition.

 

73%

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen