Lifeless Planet heißt eines der neuen ID@Xbox-Spiele, die diese
Woche auf der One erschienen.
Zu Beginn des Spiels stürzt unser Protagonist mit einer
Raumkapsel auf einem fremden Planeten ab, der für die Menschheit urbar gemacht
werden soll. Denn die Scans ergaben, dass es Leben auf diesem Planeten gebe. Und
gesunde Luft.
Der Absturz war hart, unser Astronaut hat mindestens eine Gehirnerschütterung
davon getragen und wacht völlig allein in der Raumkapsel auf. Seine
Mitastronauten haben ihn zurückgelassen.
Zu seiner Verwunderung ist der Planet aber alles andere als
lebendig, sondern eine riesige Wüste und Einöde. Wir orientieren uns an den
Spuren unserer Kollegen und begeben uns auf die Suche nach unserer Kollegen.
Versorgunspunkte füllen unsere Tanks mit Sauerstoff und Schubkraft
für unsere Sprungdüsen. So bewaffnet überqueren wir einige Hindernisse und
müssen sehr schnell erkennen, dass dieser Planet nicht immer unbewohnt war.
Denn sehr früh stoßen wir auf eine verlassene Stadt und
Spuren einer vorherigen Anwesenheit von Menschen. Die Sowjets waren bereits auf
diesem Planeten. Sie kamen über ein geheimes Portal, doch nun ist keiner mehr
übrig? Was ist geschehen? Wo sind die anderen Astronauten? Und wie kommen wir
wieder nach Hause?
Dies sind die Leitfragen der folgenden rund 6 Stunden.
Das Spiel selbst lebt von seiner gelungenen Atmosphäre der
Einsamkeit auf einem lebensfeindlichen Planeten. Zu Fuß müssen wir weite
Strecken zurücklegen, Sprungpassagen überstehen und kleinere Rätsel lösen. Das
Spiel ist langsam. Es verlangt vom Spieler, sich auf die Gegebenheiten komplett
einzulassen und geht hierbei auch keine Kompromisse ein. Man muss es aushalten
können, dass die Wege lang werden können, aber genau das dient vortrefflich
dazu, das Gefühl der bedrohlichen Fremde und Einsamkeit zu vermitteln.
Grafisch ist es keine besondere Schönheit, aber auf jeden Fall
ausreichend.
Gestartet ist Lifeless Planet als Kickstarter-Produkt, 8.500
$ wollte Entwickler David Board generieren, über 17.000 $ kamen schließlich
zusammen. Fast allein hat er diese kleine Perle programmiert und die Umsetzung
au die Xbox One ist sehr gelungen.
Wer sich von einer fremden Welt und dem Gefühl der
Einsamkeit fesseln lassen will, ist hier hervorragend aufgehoben. Leider schafft
es das Spiel nicht immer, einen hohen Standard zu halten, aber für den Preis
von 19,99 € (Gold-Mitglieder zahlen derzeit 15,99 €) ist es eine empfehlenswerte
Investition.
73%




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